Kostenlose Karten und Geocoder – welchen Anbieter kann ich nutzen?

Ich habe eine Anfrage erhalten, bestehende Kontaktdaten von Geschäftskunden auf einer Karte innerhalb des Intranets zu visualisieren. Bei den Kartenanbietern können wir zwischen den kostenlosen Karten der kommerziellen Anbieter Google Maps, Yahoo Maps, Bing Maps (Microsoft) und dem freien OpenStreetMap wählen. Jetzt benötigen wir nur noch zu den Adressen der Kontaktdaten die Geo-Koordinaten, damit wir die Kontakte auf einer Karte darstellen können.
Das Auflösen der Adresse zu einer Geo-Koordinate wird als Geocoding bezeichnet, während der umgekehrte Weg, aus einer Koordinate die Adresse zu ermitteln, Reverse-Geocoding genannt wird. Die kommerziellen Kartenanbieter bieten entsprechende Geocoder an und es gibt auch noch weitere kostenlose Geocoder-Dienstleister. Beim Einsatz von Karten und Geocodern muss man einige Punkte abwägen, denn kostenlose Nutzung von Diensten heißt keinesfalls freie Nutzung der Dienste!

Dann überlegen wir jetzt mal, welche Anforderungen wir haben und was wir beachten müssen:

  • die Karte mit den Kontaktdaten der Geschäftskunden soll nur im Intranet (keinesfalls im Internet) einsehbar sein
  • personenbezogene Daten dürfen nicht an andere Unternehmen übermittelt werden (Datenschutzrecht)
  • das Geocoding nur auf Basis der Adressdaten durchführen (ohne personenbezogene Daten)
  • lässt die Lizenz des Kartenanbieters und des Geocoders eine kommerzielle Nutzung zu?
  • maximale Zugriffe, Auflösung, Performanz des Kartenanbieters
  • maximale Zugriffe, Auflösung, Performanz des Geocoders

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Installation von PostgreSQL mit PostGIS auf MAC Lion

Wenn man sich mit OpenStreetMap und GIS (Geoinformationssystem) beschäftigt, wird man irgendwann unweigerlich mit Datenbankerweiterungen für Geo-Daten konfrontiert. Eine sehr ausgereifte Erweiterung bildet PostGIS für die freie relationale Datenbank PostgreSQL.
PostgreSQL+PostGIS auf einem MAC mit Lion zu installieren – sowas ist doch heutzutage meistens kein Problem mehr. Entsprechende Image-Datei gibt es hier, einfach installieren, fertig ist der Lack – warum also einen Blog-Artikel dazu? Ich habe leider vorweg im Netz recherchiert und bin auf einige (mehr oder weniger relevante) Probleme gestoßen:

  1. ist PostgresSQL vielleicht sogar schon installiert?
  2. wird der Installer mit der Image-Datei funktionieren oder soll ich eine Alternative für die Installation wählen?
  3. muss ich die Einstellungen in der README bezüglich Speicher (/etc/sysctl.conf) beachten?
  4. klappt die Installation von PostGIS?
  5. war die Installation erfolgreich?
  6. wie erstelle ich eine PostGIS-Datenbank?

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Bremer Landesgrenze mit OpenStreetMap-Daten und QGIS erzeugen

Bevor mir die Android-Anwendung „Nette Toilette Navigator“ für den Apps4Bremen-Wettbewerb in den Sinn kam, habe ich mit einer Webanwendung auf Kartenbasis spekuliert. Dazu passend hat Bremen auch Kartenmaterial in Form eines WMS-Dienstes zur Verfügung gestellt. Die interaktive Karte hätte per OpenLayers verschiedene Daten auf den Layern des WMS-Dienstes oder einer  OpenStreetMap-Karte angezeigt. Dabei sollte die Bremer Landesgrenze grafisch hervorgehoben werden. Leider konnte ich die Daten der Landesgrenze nicht so einfach finden, wobei sie natürlich bei OpenStreetMap auf irgendeine Art verfügbar sind.

Für meine bisherigen Karten mit OpenLayers und OpenStreetMap war es nie notwendig, Daten (wie die Landesgrenze) zuvor per GIS (Geographisches Informationssystem) aufzubereiten. Beim RHOK-Berlin hat mir allerdings ein Team-Kollege das Programm QGIS kurz gezeigt, sodass ich wusste, mit dem Programm müsste ich das eigentlich schaffen. In diesem Blog-Artikel beschreibe ich, wie man OpenStreetMap-Daten mit QGIS aufbereitet und das Ergebnis in die Karte der eigenen Webseite integriert:

Interaktive OpenStreetMap-Karte mit hervorgehobener Bundeslandgrenze

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„Nette Toilette Navigator“ bei Apps4Bremen und Apps4Deutschland eingereicht

Als ich von den Wettbewerben Apps4Bremen und Apps4Deutschland hörte, war mir klar, an den Wettbewerben werde ich teilnehmen. Gestern war bei den beiden Wettbewerben Einsendeschluss. Apps4Deutschland beschreibt den Wettbewerb folgendermaßen:

Behörden in Deutschland erheben, speichern und verarbeiten viele interessante Daten. […] Mit dem Wettbewerb „Apps für Deutschland“ laden wir Designer, Entwickler, Journalisten, Forscher und die breite Öffentlichkeit ein, Anwendungen zu schaffen, um diese Daten nutzbar zu machen.

Wenn man den Entschluss zur Teilnahme schon mal getroffen hat, stellt sich natürlich die Frage, welche Daten soll ich nutzen und was kann ich damit machen? Tolle Anregungen bieten dabei die Beispiele der Webseite http://opendata-showroom.org/.
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